Wenn die Welt grau wird und das Herz schwer, schenkt dieses behutsam erzählte Buch Trost ohne viele Worte. Es zeigt Kindern und Erwachsenen, dass Traurigkeit ein Gast sein darf, der kommen und auch wieder gehen darf – ein Ort des Zulassens, der sich wandelt und niemals drängt.
"Eines Tages kam die Traurigkeit zu mir und ich habe beschlossen ihr ein Zuhause zu geben". Damit beginnt eine behutsame Freundschaft zwischen einem Kind und seiner Traurigkeit. Sie erhält einen eigenen Raum, in dem sie alles sein darf: mal aktiv, laut und raumfüllend, mal klein, leise und zurückgezogen. Ohne viele Worte zeigt die Geschichte, dass Gefühle nicht festgeschrieben sind: Traurigkeit kann sich wandeln, leichter werden, sich auch mal unbeschwert zeigen und muss nicht das ganze Leben bestimmen. Gleichzeitig bleibt sie willkommen und ein Teil des eigenen Inneren, den man aufsuchen kann. Besonders wohltuend ist, dass auf eine Erklärung für den Kummer verzichtet wird, sodass Kinder und Erwachsene ihre eigenen Erfahrungen oder Deutungen hineinlegen können.
Eine herzliche Empfehlung für dieses kluge Bilderbuch über das Zulassen von Gefühlen, das warm und tröstlich wirkt und einen tollen Anlass für die großen kleine Gespräche bietet.