Drei Wochen lang verwandelte sich der Stadtparkkindergarten in ein quirliges Forschungslabor. Mit weißen Kitteln, bunten Experimenten und viel Gelächter entdeckten die Kinder ihre Begeisterung fürs Forschen – vom Farblabor bis zum eigenen Mini-Vulkanausbruch.
An einem Montag im Februar bekam der Stadtparkkindergarten doppelten Besuch: Fred und Alex, zwei Schüler des BSZ, die dort eine dreijährige Ausbildung zum Erzieher absolvieren. Im Rahmen dieser Ausbildung sollten sie bei uns ein dreiwöchiges Projektpraktikum durchführen.
In den ersten Tagen beschnupperten sich beide Seiten erst einmal. Die Kinder wollten wissen: Wie gut können die beiden Legobauen? Lesen sie Bücher vor? Spielen sie Fußball – und können sie Einhörner zeichnen?
Nachdem all diese wichtigen Fragen geklärt waren, startete das eigentliche Projekt. Zunächst wollten Fred und Alex herausfinden, worauf die Kinder Lust hätten. Also wurde eifrig gebrainstormt.
Wie aus einer Idee ein spannendes Kindergarten-Labor wurde
Die Kinder hatten viele Ideen: Sport, Unterwasserwelt, Pokémon oder Labor/Experimente. Am Ende wurde abgestimmt – und das Labor gewann.
Nach ein paar Tagen Vorbereitung, in denen sich die beiden „Wissenschaftler“ zurückzogen und ihre weißen Kittel anzogen, ging es los. In den folgenden zwei bis drei Wochen verwandelte sich der Kindergarten in ein Farblabor: Was passiert, wenn man verschiedene Farben mischt? Außerdem untersuchten die Kinder mit verschiedenen Lupen, wie etwa ein Legostein oder ein Wattestäbchen vergrößert aussieht. Es entstand ein Regenbogen aus Milch, und die Kinder lernten eine Menge über Magnete.
Besonders beliebt waren das Experiment mit den tanzenden Rosinen und der Bau einer Rakete. Für viel Gelächter – und eine ordentliche Sauerei – sorgte das Simulieren eines Vulkanausbruchs.
Forschen, Staunen, Lernen: Experimente, die Kinder begeistern
In dieser Zeit gab es keine Kindergartenkinder mehr, sondern nur noch kleine Wissenschaftler. Alle, selbst die Jüngsten, waren mit Feuereifer bei der Sache. Wenn wir „normalen Erzieher“ etwas wollten, hieß es nur: „Wir sind im Labor!“
Für Fred und Alex war das Projekt eine schöne und interessante Erfahrung, auch wenn es manchmal anstrengend wurde. Die Kinder waren begeistert und probierten besonders das Farbexperiment zuhause häufig noch einmal aus. Auch von den Eltern kam durchweg positive Rückmeldung – die Kinder erklärten ihnen jeden Arbeitsschritt ganz genau.
Kein Wunder also, dass alle sehr traurig waren, als das Labor nach drei Wochen wieder geschlossen wurde.