„Sind wir bald da?“: Vom Wasserstift über Autozähl-Spiele bis hin zum kompletten Snack-Vorrat auf der Rückbank: Regensburger Eltern verraten ihre erprobten Tricks gegen die Langeweile unterwegs.
1Familie Eibl, Krabbelstube Fidelgasse
Gleich vorneweg: Lange Autofahrten mit unserem Kleinsten (2,5) sind in der Regel sehr unentspannt. Im Grunde schon immer. Deshalb versuchen wir, wenn möglich, zu den Schlafenszeiten zu starten. Wie so oft geht der Plan dann am Ende aber doch nicht auf und dann muss unser Notfallprogramm herhalten: Essen. Essen geht immer. Und wir haben für jedes Kind einen kleinen Tisch, den man am Kindersitz befestigen kann. Dort kann dann z.B. mit einem Wasserstift auf einem speziellen Block gemalt werden, der dann durch den Wasserkontakt farbig wird. Wimmelbücher oder tiptoi Bücher gehen auch eine Zeit lang ganz gut. Was auch noch hilft, ist spielen: z.B. Dinge in der Hand verstecken und ihn dann raten lassen. Für den Großen (6) habe ich einen Tipp bekommen: Jeder sucht sich am Anfang der Fahrt eine Autofarbe aus und dann wird fleißig bis zum Schluss gezählt. Geht auch mit Autotransportern, Baggern oder Brücken. Und wenn gar nichts hilft, dann hilft die Maus-App.
2Familie Biller/Halawa, Krabbelstube Fidelgasse & Stadtparkkindergarten
„Mama, ich will wieder in den Urlaub!“ Klar, Urlaub ist mega – der Weg dorthin aber manchmal eine echte Herausforderung. Wir sind meistens mit dem Auto unterwegs. Glücklicherweise halten unsere Kids lange Fahrten ziemlich gut aus. Wenn wir zu ihren Schlafzeiten reisen können: Jackpot! Und wenn sie wach sind, schmettern wir gemeinsam ihre Lieblingshits. Oder auch nur einen einzigen in Dauerschleife! Und schwupps, ist schon ne Stunde rum. Außerdem hören wir Hörspiele, spielen „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder reden über das, was draußen passiert: Windräder, Heuhütten, Fahr- und Flugzeuge, Tatütata – irgendwas is immer! Das Allerwichtigste aber: der Reiseproviant! Wir haben Snacks in allen Formen, Farben und Konsistenzen im Gepäck, gefühlt den halben Supermarkt. Für jeden Geschmack und jede Stimmung! Die Krümel-Explosion im Auto ist zwar vorprogrammiert, aber das ist es definitiv wert.
3Familie Latka-Kiel/Kölbl, Stadtparkkindergarten
Lange Autofahrten sind für uns wie für viele andere Familien oft eine Herausforderung. Seitdem unsere dreijährige Tochter im Kindersitz nach vorne blicken kann, geht vieles schon einfacher, da sie mit uns nach draußen blicken dann. Manchmal unterhalten wir uns einfach über das, was wir draußen sehen können oder spielen „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Bei längeren Strecken hören wir die Lieblingsmusik unseres Kindes und singen mit und wenn es mehrstündige Reisen sind, statten wir sie mit ausreichend Pixie- und Tip-Toi Büchern aus. Wenn’s gar nicht mehr geht, hilft meist nur rausfahren, Spielplatz oder nahgelegenen Badesee suchen und erstmal eine ausgedehnte Pause machen.