Zur Kommunalwahl 2026 haben wir zwölf Fragen an die OB-Kandidat:innen gestellt – zu Wohnen, Kitas, Schulen, Verkehr und sozialer Teilhabe. Die Antworten zeigen klare Prioritäten: sichere Wege, mehr Grün- und Spielflächen und bessere Unterstützung für Familien.
Im Vorfeld der Kommunalwahl 2026 haben wir bei unserer Elternschaft nachgefragt, welche Anliegen ihnen für Familien in Regensburg besonders wichtig sind. Aus den zahlreichen Rückmeldungen entstanden zwölf Fragen zu Wohnen, Kitas und Schulen, sozialer Teilhabe, Verkehrssicherheit und Lebensqualität. Zehn Oberbürgermeister-Kandidat:innen haben sich die Zeit genommen, diese Fragen ausführlich zu beantworten – ein klares Zeichen, welchen Stellenwert Kinder und Familien in der Stadtpolitik einnehmen.
Was die Kandidat:innen sagen
In ihren Statements machen die Bewerber:innen deutlich, warum sie Oberbürgermeister:in werden möchten und wie sie Regensburg familienfreundlicher gestalten wollen. Einige prägnante Stimmen:
Astrid Freudenstein (CSU): „Ich will Oberbürgermeisterin werden, um noch viel, viel mehr für die Menschen in Regensburg bewegen zu können.“
Helene Sigloch (GRÜNE): „Eine Stadt sollte es den Menschen einfach machen.“
Thomas Burger (SPD): „Familien verdienen eine Stadt, die sie in den Mittelpunkt stellt.“
Thomas Thurow (BRÜCKE): „Es braucht frische Ideen und den Mut, Entscheidungen zu treffen.“
Benedikt Suttner (ÖDP): „Um Regensburg lebenswert zu erhalten, braucht es mutige Entscheidungen.“
Horst Meierhofer (FDP): „Ich kenne die Stadtpolitik sehr gut und habe Ideen, wie wir unsere Stadt zukunftsfest machen können.“
Christian Janele (CSB): „Mit Engagement, Kompetenz und Vision möchte ich positiv zur Weiterentwicklung beitragen.“
Jakob Friedl (RIBISL): „Ich werde mich für mehr Informationsfluss, Transparenz und Demokratie einsetzen.“
Irmgard Freihoffer (BSW): „Ich möchte, dass man sich das Wohnen und Leben in Regensburg leisten kann.“
Sebastian Wanner (DIE LINKE): „Ich mache Politik für die Vielen und will ihre Probleme wirklich lösen.“
Zentrale Themen: Sicherheit, Freiräume, soziale Teilhabe
Die inhaltlichen Schwerpunkte der Kandidat:innen zeigen ein breites, aber deutlich familienorientiertes Spektrum:
- Mehr Orte für Kinder und Jugendliche: neue Jugend- und Familienzentren, zusätzliche Freizeitanlagen in den Stadtteilen, die Eröffnung des JUZ Königswiesen oder die Aufwertung bestehender Plätze wie des Albert-Schweitzer-Parks.
Sichere Wege im Alltag: Forderungen nach „geschützten Radwegen“, „Tempo 30 vor Schulen und Kitas“ sowie mehr verkehrsberuhigten Zonen gehören zu den am häufigsten genannten Anliegen. - Mehr Grün, mehr Bewegung: zahlreiche Kandidat:innen sprechen sich für mehr schattenspendendes Grün, entsiegelte Flächen, Parkour- und Skate-Angebote sowie frei zugängliche Bolz- und Spielplätze aus. Auch die Öffnung und Aufwertung von Schulhöfen wird mehrfach vorgeschlagen.
- Soziale Gerechtigkeit: immer wieder wird betont, dass Teilhabe nicht vom Geldbeutel abhängen darf. Genannt werden u. a. ein Ausbau des Stadtpasses, kostenlose oder stark vergünstigte Freizeit- und Kulturangebote, kostenloses Schulessen, Lernförderung und eine stärkere Schulsozialarbeit. Einige Bewerber:innen verweisen außerdem auf städtische Stiftungen, deren Hilfen leichter zugänglich werden sollen.
Fazit
Alle zehn Kandidat:innen verbinden ihre Vision einer kinder- und familienfreundlichen Stadt mit dem Ziel, öffentliche Räume aufzuwerten, Alltagswege sicherer zu machen und soziale Teilhabe für jedes Kind zu verbessern.
Die vollständigen Interviews gibt es hier:
Astrid Freudenstein (CSU) >
Thomas Thurow (BRÜCKE)
Benedikt Suttner (ÖDP)
Horst Meierhofer (FDP)
Christian Janele (CSB)
Jakob Friedl (RIBISL)
Irmgard Freihoffer (BSW)
Sebastian Wanner (DIE LINKE)